Elterninitiative Ober-Erlenbach

Bedarfsplanung für die Kinderbetreuung in Ober-Erlenbach

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Oder: "Warum kommt Weihnachten immer so plötzlich?"

Plötzlich fehlten Betreuungsplätze für Grundschüler. Doch wieso? Sicherlich gibt es in der Stadtverwaltung Statistiken darüber, wie viele Einwohner wo leben und auch wie alt diese sind. Und es liegen sicherlich auch bei den entsprechenden Mitarbeitern der Ämter Erfahrungswerte darüber vor, wie viele der Kann-Kinder eingeschult werden. Mithin, so sollte man glauben, ist es doch ein Leichtes, auszurechnen, wie viele Grundschüler man nun in den jeweiligen Jahren haben wird und dementsprechend auch wie viele Betreuungsplätze man benötigt.

Oder einfacher: Man bräuchte sich eigentlich nur einmal die Anzahl der Grundschüler und der Anmeldungen zur Grundschule anzusehen. Und schon kann man sich ausrechnen, wie viele Plätze man denn braucht.

Oder noch einfacher: Man erinnert sich daran, dass es nach der Fertigstellung des Neubaugebietes „Vor dem Obertor“ plötzlich zu wenig Kindergartenplätze gab und diese dann im Hau-Ruck eingerichtet wurden, nachdem sich Eltern beschwert hatten. Eine einfache Hochrechnung hätte dann den Bedarf und den gegebenen Mangel gezeigt.

Übrigens: Interessenten für das aktuelle Neubaugebiet bekommen von den Werbern erzählt, man müsse bei den Erschließungskosten u. a. deshalb eine so hohe Umlage nehmen, weil man ja Hort-Plätze einrichten müsse – ob auch die Planer bei Stadt und Kreis sich dessen schon bewusst sind?

Aber auch einfaches Nachdenken ohne Rechnen hätte einen auf diese Problem aufmerksam machen können. In drei auf einander folgenden Jahren gab es drei statt zwei Klassen. Da der Hort stets ausgelastet ist, die Betreuung auch, kann man unmittelbar erkennen, das es zu wenig Hortplätze geben wird.

Die zuständigen Ämter haben diese Entwicklung schlichtweg verschlafen. Hätten sie besser miteinander kommuniziert und auch mit den betroffenen Eltern besser zusammengearbeitet, hätte es hier möglicherweise gar keine Probleme gegeben.

Wir begrüßen es, dass die Schule im vergangenen Jahr, wohl veranlasst durch unsere Aktivitäten, eine Bedarfserhebung durchgeführt hat. Aber wir erwarten auch, dass es nicht bei dieser Eintagsfliege bleibt, sie jedes Jahr gemacht wird. Und wir erwarten des Weiteren, dass diese Ergebnisse nicht als geheime Verschlusssache in irgendein Archiv wandern, sondern das Ergebnis publik gemacht wird.

Aktuell führt der Kreis eine Umfrage unter den Eltern der Kinder in der Betreuung durch, um zu ermitteln, wo noch Bedarf besteht. Das begrüßen wir. Aber leider wird damit auch nur ein Teil der Kinder und Eltern erfasst, besser wäre es, wenn alle in der Schule befragt würden.