Elterninitiative Ober-Erlenbach

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Berufstätige Eltern brauchen Kinderbetreuung

Frühsommer 2005.

Berufstätige Ober-Erlenbacher Eltern trafen sich, sprachen miteinander und stellten fest, dass sie ein gemeinsames Thema haben: Kinder, die in die Grundschule gehen, sind dort nur einen Teil des Tages aufgehoben, und zwar zu wechselnden Zeiten. Bisweilen fällt der Unterricht auch aus und 12 Wochen im Jahr sind Schulferien. Soviel Urlaub hat mit Ausnahme der Lehrer keiner. Wie kann man da als Berufstätiger sicherstellen, dass die eigenen Kinder werktags angemessen betreut werden?

Viele dieser Eltern können nicht oder nur gelegentlich auf Großeltern oder andere Verwandte zurückgreifen. Und die eigenen Arbeitszeiten plus die Zeit für die Anwege zur Arbeitstätte engen die Möglichkeiten weiter ein.

Nun gibt es in Ober-Erlenbach einige Betreuungseinrichtungen für Grundschüler. Den Hort in der städtischen Tagesstätte, die Betreuung in der Trägerschaft des Hochtaunuskreises, die an die Schule angegliedert ist, sowie die Hausaufgabenbetreuung der AWO. Doch die Plätze, die es in diesen Einrichtungen gibt, sind weitaus geringer als die Anzahl der Kinder, für die ein solcher Platz benötigt wird. Zudem hat die Betreuung in den Ferien geschlossen, endet bereits um 15:00 Uhr und nach der zweiten Klasse, weswegen Sie nur bedingt für Berufstätige geeignet ist.

Es zeigte sich, dass viele Eltern und Ihre Kinder keinen solchen Platz bekommen würden. So standen allein im Hort nur 4 Plätze für 25 Anmeldungen zur Verfügung. Für die betroffenen Eltern war dies schlichtweg eine Katastrophe. Im schlimmsten Fall wären sie gezwungen gewesen, Ihren Job aufzugeben, mit allem was das bedeutet. Ein Schicksal, das einige Ober-Erlenbacher bereits erlitten hatten.

Die betroffenen Eltern schlossen sich deswegen zur Eltern-Initiative Ober-Erlenbach zusammen. Rasch kamen weitere Eltern hinzu, die auch über einen Mangel an Kinderbetreuung in anderen Alterklassen berichteten.

In einem ersten Projekt wurde die Forderung aufgestellt, das der aktuelle Betreuungsbedarf in Ober-Erlenbach gedeckt werden und für die Zukunft durch eine Bedarfsplanung ein Mangel vermieden werden muss.

Diese Forderung wurde an die folgenden Ansprechpartner in Politik, Stadt, Kreis, Schule, Betreuung und Hort herangetragen:

Einrichtungen: Dorothea Weller (Hort), Frau Grob (Betreuung) Claudia Lenius (Schule)

Ortsbeirat: Martin Demandt (CDU), Helga Gruber (SPD), Barbara Cloos (Grüne) Helga Pfeiffer (FHW)

Parteien: CDU, SPD, FDP, FHW, BLB

Stadtverwaltung: Gabriele Steinbach, Klaus-Peter Erny, Gaby Pilgrim, Ursula Bachmeier

Repräsentanten: Dr. Ursula Jungherr, Jürgen Banzer

Zudem wurde durch eine Presse-Erklärung auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Des Weiteren wurde eine Veranstaltung durchgeführt, bei der interessierte Ober-Erlenbacher über die Thematik informiert wurden und neue Betroffene zu der Elterninitiative hinzustießen. Frau Dr. Jungherr wurde in einem kurzen Gespräch persönlich informiert und gebeten, dieses Problem zu lösen.

Die Reaktionen auf diese Aktivitäten waren folgende.

An der Paul-Maar-Schule wurde eine Umfrage zum Betreuungsbedarf durchgeführt. Das Ergebnis ist uns nicht bekannt.

Die Frauenbeauftragte der Stadt, Frau Pilgrim, verwies uns per Brief an den Fachbereich Soziales und Jugend.

Die Stadrätin Frau Bachmeier teilte uns mit, sie habe den Brief an diesen Fachbereich weitergeleitet. Sie bat uns um Lösungsvorschläge, die wir auch Frau Steinbach unterbreiteten. Danach wollte Sie sich Frau Bachmeier wieder melden. Das was am 04.07.2005

Frau Dr. Jungherr vertrat die Ansicht, die Stadt würde sich darauf konzentrieren, das Thema Betreuung von der unteren Altersklasse her aufzurollen, das Budget der Stadt sei sehr begrenzt, Betreuung für Kinder in der mittleren Alterklasse gäbe es genügend - in der Stadtmitte. Und was das aktuelle Problem angehe, müsse man Geduld habe, so schnell würde sich da nichts ändern lassen.

Martin Demandt, der Ortsvorsteher in Ober-Erlenbach sprach sofort eine Einladung zum Ortsbeirat aus. Hier hatte die Elterninitiative die Gelegenheit die Situation ausgiebig darzustellen. Alle Ortsbeiräte sagten zu, sich für die Lösung des Problems einzusetzen. Auch Frau Pfeiffer, die als Einzige aus dem Ortsbeirat in der Stadtverordnetenversammlung vertreten ist, sagte zu, sich entsprechend einzusetzen.

Frau Fleige von der BLB zeigte sich erfreut, dass sich nun eine Elterninitiative dieses Problems annähme. Die BLB habe schon länger auf diese Problematik aufmerksam gemacht ohne dass die Verwaltung reagiert habe und sagte die Unterstützung zu.

Von den Grünen informierte sich Frau Rupp umfangreich über die Situation und sagte zu, sich für die Lösung des Problems zu verwenden. Ihre Partei-Kollegin Daniela Kraft brachte dieses Thema in die Stadtverordnetenversammlung ein, wo Frau Bachmeier mitteilte, dass man bemüht sein, dieses Problem zu lösen.

Nach dem Beginn des neuen Schuljahres zeichnete sich folgende Situation ab.

In dem Hort wurde ein Kind aufgenommen, dem ursprünglich kein Platz zugeteilt werden konnte. In der Betreuung wurden weitere Plätze eingerichtet, zum 1.10.2005 wurde eine neue Kraft eingestellt. Durch eine Änderung des Tagesverlaufes konnten in der städtischen Kindertagesstätte weitere Essensplätze geschaffen werden.

Im Frühjahr 2006 beschloss der Jugendwohlfarhtsausschuss der Stadt, dass in der Kindertagesstätte Ober-Erlenbach zusätzlich gemischte Gruppen (Kindergartén plus Hort) eringerichtet werden können, wenn ein entsorechender Bedarf besteht. Dieser Beschluss bedarf aber noch der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. Diese beschloss aber bereits, das Sharing. Danach können sich Eltern einen der knappen Betreuungsplätze teilen.
Im September 2006 führte der Kreis eine Umfrage unter den Eltern der Kinder in der Betreuung des Horts durch, welchen Betreuungsbeedarf sie haben. Auf das Ergebnis und die Konsequenzen, die daraus gezogen werden, sind wir gespannt.


Diese Informationen erhielten wir aber nur durch Beobachtungen, Recherchen und Berichten von Eltern. Von den Personen, die wir kontaktiert haben, haben wir bis heute keine entsprechenden Feedbacks bekommen.