Elterninitiative Ober-Erlenbach

Geschichte der Elterninitiative Ober-Erlenbach

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Der Startschuss

Im Herbst 2004 warf sich den Eltern des städtischen Hortes in Ober-Erlenbach die Frage auf: „Was passiert eigentlich, wenn es immer weniger Kinder gibt und die Schule den Ganztagsbetrieb aufnimmt mit dem Hort?“ Die Eltern der Hortkinder sind fast alle berufstätig und ein Wegfall des Hortes würde sie bei der Betreuung Ihrer Kinder während der Berufstätigkeit vor ein gewaltiges Problem stellen.

Die Eltern beauftragten an Ihrem Elternabend, an dem zu diesem Zeitpunkt auch die Leiterin der Kindertagesstätte anwesend war, einen aus Ihrer Mitte, mit dieser Frage an die Grundschule und an den Hort heranzutreten.

Der Hort meinte dazu, hier sei die Schule gefragt und die Schule meinte dazu, das sei ja alles noch weit hin. Die Eltern schlugen gegenüber dem Hort vor, man solle einen runden Tisch bilden mit allen, die sich mit dem Thema Kinderbetreuung in Ober-Erlenbach beschäftigten, inklusive Grundschule und Hort.

Durch Zufall erfuhren die Eltern dann, dass es nach der Vorbringung dieses Vorschlages auch einen solchen runden Tisch gegeben hatte, veranstaltet von der Grundschule. Die Eltern des Hortes waren aber nicht eingeladen. Der Hort begründete dies auf Nachfrage damit, dass ja die Schule der Veranstalter gewesen sei. Und die Schule begründete dies auf Nachfrage damit, dass man nur Anbieter von Kinderbetreuungen wie etwa Vereine eingeladen habe.

Wie die Eltern weiter erfuhren, war bei dem runden Tisch vor allem darüber gesprochen worden, wer denn welche Fördermittel für so etwas herbekommen könne und was er damit anbieten könne, nicht aber, wie das pädagogische Konzept hierfür aussehen könnte.

Für die Horteltern bedeutete dies: Man darf die Frage der Kinderbetreuung in Ober-Erlenbach nicht denen überlassen, die dafür von der Stadt, dem Kreis oder dem Land bezahlt werden. Man muss dieses Thema selbst in die Hand nehmen.

Das erste Projekt


Im Frühjahr 2005 ergab sich aus Gesprächen zwischen Eltern, dass es in Ober-Erlenbach im Bereich der Kinder-Betreuung offensichtlich einen Notstand gibt.

So gab es viele Eltern, die Kinder zum Hort der Stadt und zur Betreuung des Hochtaunuskreises angemeldet hatten, aber nur wenige Plätze. Die Eltern diese Kinder sind aber darauf angewiesen, da sie berufstätig sind und nur bedingt oder gar nicht auf die Großeltern und Geschwister, etc. zurückgreifen können. Auch stellte sich heraus, dass es für andere Eltern weitere Schwierigkeiten mit der Kinderbetreuung gibt.

Die betroffen Eltern kratzten die letzten zeitlichen Reserven zusammen, die ihnen als berufstätige Eltern noch zur Verfügung standen, und bildeten diese Eltern-Initiative.

Sie machten diese Problematik durch Pressearbeit und eine Veranstaltung publik und trugen sie an die Entscheider bei Politik, Stadt, Hochtaunuskreis und Schule heran.

In Folge dieser Aktivität wurde an der Grundschule eine Bedarfsanalyse durchgeführt. In der an die Grundschule angegliederten Betreuung des Hochtaunuskreises wurden neue Plätze geschaffen und eine neuen Kraft eingestellt. Im Hort wurde über die Planung hinaus Plätze vergeben. Und im städtischen Kindergarten wurden durch eine Veränderung der Organisation weitere Essensplätze für die Kinder der berufstätigen Eltern geschaffen.

Doch all dies erfuhr die Elterninitiative nicht etwa von den angesprochenen Personen in der Stadt, dem Hochtaunuskreis, der Grundschule oder den Politikern. Sondern nur von Berichten diverser Eltern. Der Eindruck, dass man sich als Eltern engagieren muss und diesen Bereich nicht allein denen überlassen darf, die hierfür aus Steuermitteln bezahlt werden, bestätigte und festigte sich damit.

Die Zukunft


Es hat sich gezeigt, dass sich die Eltern in Ober-Erlenbach autark organisieren müssen, wenn sie für Ihre Kinder und ggf. ihre Situation als Berufstätige etwas erreichen wollen.

Da sich bereits jetzt weitere Probleme in diesem Bereich abzeichnen, hat sich die Eltern-Initiative Ober-Erlenbach entschieden, Ihre Aktivitäten auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. Entsprechende Planungen laufen bereits.